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Luna-Express

 

Die am 05. August 1951 im ehemaligen „Volkspark“ Auensee eröffnete Pioniereisenbahn, die heutige Parkeisenbahn, kennen wahrscheinlich die meisten Leipziger, denn bei gutem Wetter hört man die Dampflok der Parkbahn bis weit über das Gebiet von Wahren heraus. Doch wohl die wenigsten wissen, dass es bereits vor dem Ersten Weltkrieg, nämlich seit 1913, am Leipziger Auensee im damaligen Luna-Park (dem „größten Vergnügungsetablissement Deutschlands mit einer ½ Million Quadratmeter“, so die Beschreibung der damaligen Luna-Park Leipzig GmbH) eine ähnliche Liliputeisenbahn in 600 mm Spurweite gab. Die Fahrzeuge dafür (zwei 2´B-gekuppelte Dampflokomotiven, gebaut von der Frima  Smoschewer & Co.) wurden dazu von der im gleichen Jahr auf der Technischen Messe stattfindenden Internationalen Baufachausstellung recht billig erworben, da diese vor dem Konkurs stand. Ende 1913 wurde dann das erste Teilstück in U-Form um den See von der Station Hauptrestaurant, später Station Haupteingang (in der Nähe des heutigen Haltepunktes „Gustav Esche-Straße“) zur Station Strandbad (in der Nähe des heutigen Haltepunktes „Elsteraue“) in Betrieb genommen. Der Betrieb erfolgte jedoch nur eingleisig, was bedeutete, dass die Lok an den beiden Stationen per Drehscheibe gewendet und wieder an den neuen Anfang rangiert werden musste. Dieser Zustand änderte sich jedoch schon ein Jahr später im Jahre 1914, als die (heute leider gesperrte) Betonbrücke für Fußgänger und die Bahn in Betrieb genommen wurde (somit war der Rundkurs um den Auensee vollendet). Ein Zustand, der nach heutiger Rechtslage nicht mehr möglich wäre (diese Bahn war auch die einzige, die über diese Brücke fuhr, nicht wie irrtümlich oft angenommen, und zum Teil falsch verbreitet auch die Pioniereisenbahn). Durch diese Brücke konnte nun jedoch mit beiden Zügen gleichzeitig gefahren werden (natürlich nur in die gleiche Richtung) und das lästige Rangieren an den beiden Endstationen entfiel. Diese Bahn verkehrte bis Mitte der der 30er Jahre. Über das Schicksal der Fahrzeuge ist leider nichts (Sicheres) bekannt.

 

 

  

 

  

 

AUENSEEBAHN © J.Kaminski